David gegen Goliath

Aus dem Leben einer Psychologin, die sich schon immer sehr für Ernährung interessiert hat

 

Es war ein Erlebnis der besonderen Art. Ein Erlebnis, welches sich nicht jeder wünscht. Es war Winter. Draußen gab es Schnee und ich glaube sogar, dass es an diesem Tag schneite. Die Weihnachtsferien waren vorbei. Es war der 9.Jänner 2019. Um 11 Uhr hatte ich einen Termin mit einem Mitarbeiter einer Versicherungsanstalt, der sich für meinen Therapieansatz, den ich entwickelte, interessierte. Kurz vor 11 Uhr betrat ich meine Praxis und ich traute meinen Augen nicht. Ein Schwarm von Motten flog in meiner Praxis herum. Noch nie zuvor hatte ich so viele Schmetterlinge auf einmal gesehen. Als der Mitarbeiter der Versicherung meine Praxis betrat, war er etwas überrascht. Er wollte wissen, wie es denn dazu kommen konnte, dass es in einer Psychologischen Praxis Motten geben könnte.

Schon seit Jahren esse ich Müsli. Und immer wieder gab ich mir Walnüsse in mein Müsli. Eines Tages wurde mir bewusst, dass jene Walnüsse, die ich mir ins Müsli gab, aus dem Ausland, aus Chile kamen. Ich dachte mir: „Chile? Die wachsen doch auch bei uns.“ Aus diesem Grunde begann ich 2017 bereits mir einen Walnussanbieter aus dem regionalen Umfeld zu suchen. Diese Nüsse bestellte ich nicht nur für mich, sondern für viele Frauen aus meinem Umfeld. So auch im Herbst 2018. Doch diese Walnüsse schmeckten auch den Motten.  Ich musste viele Walnüsse entsorgen. Nach dem der Versicherungsmitarbeiter gegangen war, besorgte ich mir einen herkömmlichen Spray gegen Motten. Die herumfliegenden Motten starben alle sofort. Woran ich nicht dachte war, dass die Motten Eier legen. Es war ein kalter Winter und im März beschloss ich, erneut ein paar Kilo Walnüsse zu bestellen. Doch bereits nach einiger Zeit flogen erneut Motten in meiner Praxis herum.

Gibt es Zufälle? Ich glaube nicht, ich glaube es war vorherbestimmt. Ende März lernte ich Andi kennen. Andi ist Biologe und beschäftigt sich mit der biologischen Pflanzenpflege und mit Nützlingen. Schon im Biologieunterricht lernte ich, dass es in der Natur ein Fressen und Gefressen werden gibt. Die Motten haben tatsächlich natürliche Feinde. Andi erklärte mir, dass die Schlupfwespen (klein wie David) zu den natürlichen Feinden der Motten (groß wie Goliath) zählen. Diese Schlupfwespen legen ihre Eier in die Eier der Motte, so kann die Motte nicht schlüpfen und sich vermehren. Er empfahl mir eine Schlupfwespenkur, diese würde 8 Wochen dauern, meinte er. Danach könne ich getrost wieder Walnüsse bestellen und diese meinem Müsli beimengen. Ich ließ Andi mein Müsli kosten. „Das schmeckt richtig gut. Ich kann mir vorstellen, dass es vielen anderen auch schmeckt. Bring das doch auf den Markt. Und du kennst dich so gut aus mit den Nährstoffen und der Wirkung auf die Psyche und den Körper. Damit kannst du vielen Menschen etwas Gutes tun“. Dem Müsli gab ich den Namen: Chocofalla Gute Laune Müsli. Um getrost mottenfrei das Müsli zu essen, gehören die Schlupfwespen ab jetzt in meine Speisekammer.

 

    

 

Ps:  Die Schlupfwespen sind gegen Vorbestellung und Terminvereinbarung in Hietzing abholbar. Bei Interesse schicken Sie bitte eine Email an: markus@gartenboxx.com

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